Dahinter die Welt

2022

Bauzäune mit Schattenformen bemalt strukturieren den öffentlichen Raum neu

Site fences painted with shadow shapes restructure public space

Als Teil der Ausstellung „Spek/trum – Die Stadt als Resonanzkörper“ unterteilen Bauzäune, bespannt mit weißem Mesh-Banner, den Maris-Jansons-Platz im Werksviertel Mitte in München. Sie thematisieren das stets Definierte im öffentlichen Raum und machen vermeintliche Grenzen sichtbar. Durch das fast zufällig wirkende Arrangement auf dem Platz geben sie aber auch Räume frei; wo die Zäune hier als Barriere im Weg stehen, funktionieren sie dort gar als Schutz und eröffnen den Sitzenden eine Privatsphäre.

Einerseits sind die Bauzäune Objekte im Raum, die diesen neu ordnen, andererseits werden sie zum Bildträger. Natürliche Schatten fallen darauf und wandern weiter. Gleichzeitig sind die Mesh-Banner partiell beidseitig mit blauen Schattenformen bemalt. Es sind genau solche Schatten, wie sie dort auch vorkommen können: das flirrende Spiel der umstehenden Bäume, menschliche Figuren oder die Kabinen des Riesenrads. Die Zaunteile spiegeln so gewissermaßen den Raum und das Leben drumherum wieder und laden ein, selbst Teil davon zu werden und seinen eigenen Schatten zumindest für einen kurzen Moment darauf zu werfen.

Dahinter die Welt

Installation view, Mariss-Jansons-Platz, Munich

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Installation view, Mariss-Jansons-Platz, Munich

Dahinter die Wellt

Installation view, Mariss-Jansons-Platz, Munich

Dahinter die Welt

Installation view, Mariss-Jansons-Platz, Munich

Dahinter die Welt

Installation view, Mariss-Jansons-Platz, Munich

Dahinter die Welt

Installation view, Mariss-Jansons-Platz, Munich

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Installation view, Mariss-Jansons-Platz, Munich

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Installation view, Mariss-Jansons-Platz, Munich

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